Kolping Aktuelles
- Verabschiedung Christine Schmidt
- Diözesanversammlung: Lebendiger Verband mit klarem Profil
- Josefi-Feier in Schönwald
- 215 Stromgeräte für die Ukraine
- Danke Marianne (+10.02.2026)
- Kolpinggeschwister mit Wolfgangsmedaille geehrt
- Kommunal- und Pfarrgemeinderatswahlen
- Pfarrgemeinderat und Verbände
- Rudi Schmid neuer Geschäftsführer in Lambach
- Kolpinggedenktag für Einzelmitglieder
Diözesanversammlung mit Ideenbörse und Markt der Möglichkeiten
Die Diözesanversammlung des Kolpingwerkes im Bistum Regensburg, die kürzlich im Kolpinghaus stattfand, hat einmal mehr die große Vielfalt und Lebendigkeit des Verbandes sowie dessen klares Profil unter Beweis gestellt. Eine Ideenbörse zeigte eindrucksvoll, wie zahlreiche Aktionen und Initiativen in den Kolpingsfamilien und Bezirksverbänden dazu beitragen, das Kolpingwerk als aktiven Teil des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens zu stärken.
In seinem Grußwort würdigte Alfred Blischke, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge der Diözese Regensburg, das Engagement der Mitglieder. Das Kolpingwerk sei mit seinen aktiven Kolpingsfamilien ein unverzichtbarer Bestandteil des christlichen Lebens im Bistum. Mit Blick auf die Zukunft richtet sich der Fokus bereits auf das 175-jährige Jubiläum des Diözesanverbandes im Jahr 2028.
Zu Beginn der Versammlung lud Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt im geistlichen Morgenlob angesichts globaler Krisen – insbesondere in der Ukraine und im Nahen Osten – zu einer Friedensandacht ein. Dabei wurde auch der verstorbenen Persönlichkeiten des Verbandes gedacht, darunter Ehren-Diözesanpräses Harald Scharf sowie die frühere stellvertretende Diözesanvorsitzende Marianne Dürmeyer.
Diözesanvorsitzender Martin König rief die Delegierten dazu auf, das Profil des Verbandes weiterhin klar zu vertreten – sowohl in der Haltung zur Kirche als auch im sozialen Engagement. Vor den 148 Delegierten betonte er die Bedeutung des Diözesanverbandes Regensburg, der mit 142 Kolpingsfamilien und 17.490 Mitgliedern zu den größten Diözesanverbänden Deutschlands zählt und in Bayern die meisten Mitglieder stellt.
Die Arbeit des vergangenen Jahres war stark geprägt von der Unterstützung der Kolpingsfamilien vor Ort, um den wachsenden Anforderungen der Vereinsarbeit gerecht zu werden. Leitmotiv bleibt dabei: „Kolping steht für Verantwortung und Werte in unserer Gesellschaft.“
Neben Berichten aus den verschiedenen Ebenen des Verbandes richteten auch der stellvertretende Bundesvorsitzende Sven-Marco Meng sowie der stellvertretende Landesvorsitzende Erwin Fath ihre Grußworte an die Versammlung. Meng dankte insbesondere für die starke Beteiligung am Bundesjubiläum in Köln, während Fath zur Landeswallfahrt am 3. Oktober 2026 auf den Domberg in Freising einlud. Fath, der viele Jahre eng mit dem Diözesanverband verbunden war, wurde im Rahmen der Versammlung verabschiedet.
Unter der Leitung der stellvertretenden Diözesanvorsitzenden Ingrid Eibl und Maximilian Körner standen anschließend die Rechenschaftsberichte im Mittelpunkt. Bildungsreferent Sebastian Wurmdobler berichtete von einer weiterhin starken Nachfrage im Bildungsbereich: 44 Veranstaltungen mit rund 1.400 Teilnehmenden sowie 182 Sprachkursmodule unterstreichen die Bedeutung der Bildungsarbeit. Bayernweit organisiert das Kolpingwerk innerhalb der katholischen Erwachsenenbildung etwa ein Fünftel aller entsprechenden Angebote.
Auch die Kolpingjugend präsentierte ihre Aktivitäten als engagiertes Team mit zahlreichen Angeboten für junge Menschen. Tobias Flierl, Leiter des Kolping-Bildungswerkes Ostbayern, blickte auf das 55-jährige Bestehen zurück und betonte die anhaltend hohe Nachfrage nach Integrations- und Sprachkursen. Zudem gewinne das Thema Künstliche Intelligenz zunehmend an Bedeutung.
Für das Kolping-Familienwerk berichtete Markus Neft über personelle Veränderungen: Mit Rudi Schmid wurde ein neuer Geschäftsführer für die Einrichtung in Lambach gewonnen, der das Haus zukunftsfähig weiterentwickeln möchte. Der Förderverein Lambach unterstützte die Ferienstätte in den vergangenen Jahren mit über 100.000 Euro.
Nach den Berichten wurde die Diözesanvorstandschaft einstimmig entlastet. In seinem Kassenbericht betonte Diözesansekretär Markus Neft die Notwendigkeit, im Hinblick auf das Jubiläum 2028 finanzielle Rücklagen zu bilden. Positiv entwickelte sich zuletzt der Altkleidermarkt, dessen Preise wieder leicht ansteigen. Entsprechend appellierte er, weiterhin nach dem bestehenden Rahmenvertrag zu sammeln.
Ein besonderer Moment war die Verabschiedung von Christine Schmidt, die nach 26 Jahren als Sekretärin, Seele und Gedächtnis des Diözesanbüros in den Ruhestand ging. Für ihr langjähriges Engagement wurde sie mit hohen Auszeichnungen des Verbandes und der Kolpingjugend geehrt.
Am Nachmittag stand die Ideenbörse unter dem Motto „…und trotzdem geht was“ im Mittelpunkt. Kolpingsfamilien präsentierten dabei erfolgreiche Projekte und kreative Ansätze aus der Praxis. Die Delegierten konnten zahlreiche Anregungen für die Arbeit vor Ort mitnehmen.
Bericht: Martin Haltmayer
Foto: Markus Neft
