Bezirksverband Kelheim auf Studienreise in Südtirol

 

Unter der kompetenten Reiseleitung von Franz und Angelika Heckl von der Kolpingsfamilie Kösching machten sich Kolpingmitglieder aus dem Kolpingwerk Bezirksverband Kelheim ein weiteres mal auf eine Studienreise nach Südtirol. Eine bunte Reisegesellschaft aus den Kolpingsfamilien Kösching, Pförring, Neustadt, Altmannstein, Abensberg, Langquaid und Siegenburg machte sich auf dem Weg. Auch der Reisesegen und weitere geistige Impulse zum Thema Dankbarkeit durch Johann Humpel durften nicht fehlen.

Längst überfällig war der Besuch einer Holzschnitzerei, der Schnitzer Klaus Kirchler im Ahrntal erwartete die Gäste aus Bayern mit seiner Werkstatt-Show mit speziellem Programm für Reisegruppen. Er gab seinen Gästen einen Einblick in die Schnitzkunst, präsentierte einige Scherzartikel, Rhythmusgeräte wie die Teufelsgeige und vieles mehr. Nach der Ankunft in Rodeneck im Gasthof zum Löwen ließen sich die Kolpingschwestern und Kolpingbrüder ihr Begrüßungsgetränk, das vorzügliche Abendessen und einen Schnaps vom Hausherrn schmecken und den ersten Abend gemütlich ausklingen.

In Meran wurden in Stadtführung in 2 Gruppen Stadtführungen mit kompetenten Gästeführerinnen angeboten. Meran ist nach der Landeshauptstadt Bozen die zweitgrößte Stadt Südtirols und liegt im Herzen des Burggrafenamtes eingebettet in einem Talkessel. Die Kurstadt ist weltbekannt für ihren einzigartige Kontrast aus alpinem Panorama und mediterranem Flai. Mildes Klima, Palmen und Zypressen treffen auf schneebedeckte Dreitausender, sowie auf eine lange Tradition als Kurort der europäischen Aristokratie u. a Kaiserin Sissi.

Nach einer kurzen Freizeit mit der Möglichkeit zum Mittagessen ging die Fahrt zu den weltberühmten Gärten von Trauttmansdorff. Die Besucher aus dem Kolpingbezirk Kelheim waren begeistert von der weitläufigen Anlage, das herrliche Herbstwetter tat ein Übriges zum Wohlbefinden bei. Beim Törggelen im Gasthof Löwen wurde neuer Wein kredenzt, bei der anschließend Musik mit Hans blieb kein Auge trocken. Die Höhenwanderung zur Plose zählte zu den Höhepunkten der Studienreise obwohl das Wetter dieses Mal, vor allem die Aussicht zu wünschen übrig lies.

Nicht wenige der Bergwanderer nutzten die bewirtschaftete Geisler Hütte auf 2030 m, nur 200 m neben der Bergstation liegend zu Einkehr. Viele lockte die leichte Wanderung zur bewirtschafteten Rossalm mit ihren 2200 und einer weiteren Möglichkeit zur Einkehr. Wer ganz hinauf wollte, der konnte in etwa 1 Stunde den Gipfel der Plose in 2486 m besteigen.

Eine Handvoll Wagemutige, die diesen Weg gewagt hatten, fanden die Plosehütte am Gipfel unbewirtschaftet vor. Kann man von einem Wunder sprechen, wenn ob der wunderbaren Müsliriegen und Apfelvermehrung niemand hungrig den Rückweg antreten musste? Für alle Wanderungen waren Wanderstöcke sinnvoll. Die Plose ist ein bekannter Gebirgsstock und der Hausberg von Brixen in Südtirol der sich als vielseitiges Freizeit-, Wander-, und Skigebiet auszeichnet.

Am Sonntag nutzten viele Reisende die Gelegenheit zum Besuch des Gottesdienstes in Rodeneck. Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt im Hauptort Vill auf einem Hochplateau gelegen, knapp oberhalb der bekannten Rienzschlucht in der Nähe von Schloss Rodenegg, gehört zu den historischen Urpfarreien der Region. Der ursprünglich romanische Bau von 1180 wurde 1500 durch eine dreischiffige spätgotische Kirche mit markantem Spitzturm ersetzt. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche barockisiert.

Danach ging es direkt zur Burg Reifenstein bei Sterzing, dem letzten Ziel der Studienreise. Die Burg Reifenstein gilt als die besterhaltene Burganlage Südtirols. Sie thront auf einem felsigen Hügel im Sterzinger Moos in der Gemeinde Freienfeld, nur knapp 2 Kilometer südwestlich der historischen Alpinstadt Sterzing.

Das Besondere an dieser Wehranlage: Sie wurde in ihrer Geschichte niemals erobert oder zerstört und vermittelt Besuchen, wie jenen aus Bayern, deshalb ein unverfälschtes, fast intimes Bild des Mittelalterlichen. Besonders Interessant für die Kolpingschwestern und Kolpingbrüder aus Deutschland, Historisch erstmals um 1100 erwähnt, befand sich die Burg über Jahrhunderte im Besitz des Deutschen Ritterordens. Nach der kurzweiligen Führung ging es auch schon wieder Richtung Heimat.

Ein letzter Zwischenstopp für eine Essenspause, vor allem für köstliche Kaffeegetränke, Kuchen und Strudelvariationen war in der Glasstadt Rattenberg angesagt. So bekamen die Kolpingmitglieder gegen Ende ihrer Reise auch noch Einblicke in die facettenreiche Glaskunst. Zahlreiche Glasgeschäfte, wie zum Beispiel bei Kristall Glas Kisslinger luden zum Bummeln ein.