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Über 600 Gäste bei Johannisfeier
Licht und Wärme überstrahlten die Johannisfeier am Freitagabend auf der „Viehmarktwiese“ mitten im Ortskern Schierling. Über 600 Gäste feierten ein Familienfest, bei dem die Kinder die Weite der Wiese ebenso genossen, wie die Erwachsenen das kulinarische Angebot, das die Kolpingsfamilie (KF) Schierling vorbereitet hatte.
Neupriester Pio Buzov segnete bei Anbruch der Dämmerung das Feuer und erinnerte daran, dass Jesus als Licht der Welt die Lösung für alle Probleme sein kann. Am Johannistag gedenken Christen vor allem der Geburt des Apostels Johannes des Täufers.
Er war ein Bußprediger und seine Geschichte ist eng mit der von Jesus Christus verbunden. Das Datum des Johannistags wurde deshalb auf den 24. Juni festgelegt, also genau sechs Monate vor der Geburt Jesu.
Über 40 Helfer der KF waren ehrenamtlich tätig, um die nötigen Vorbereitungen zu treffen und das Fest insgesamt gelingen zu lassen. Vorsitzende Doris Bachmeier begrüßte die Gäste und dankte gleichermaßen den Helfern, sowie der Feuerwehr, die für die Sicherheit sorgte.
Pfarrer Bernhard Pastötter freute sich als Präses der KF über den sehr guten Besuch und lobte die Gemeinschaftsleistung der Kolpingmitglieder. Der Neupriester Pio Buzov, der bis zur Priesterweihe das Praktikum in Schierling absolvierte, leitete die Segnungsfeier für das Feuer.
Er betonte, dass der Moment der Entzündung des Feuers die tiefe Wahrheit offenbart, dass Menschen nicht geschaffen sind, um im Dunkeln zu gehen. „Der Mensch braucht Licht!“, sagte er. Deshalb haben die Menschen seit jeher die Sonne und das Licht verehrt.
„Im Dunkeln tastet sich der Mensch voran, er kann sich verletzen, oft kennt er den Weg nicht. Erst wenn dieses Dunkel erhellt wird, können wir uns frei bewegen“, so der Neupriester. Das einzig wahre Licht sei Jesus Christus, der von sich selbst sagt: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln.“ Genau deshalb werde das Feuer gesegnet, das ein Symbol für Jesus Christus sein soll, und zwar für auch diejenigen, die keinen Sinn mehr im Leben sehen.
Ältere Kinder übernahmen Fackeln, diese wurden entzündet und damit der große Holzstock in Brand gesetzt, den Helmut Diermeier organisiert hatte. Das große Feuer tauchte die Umgebung nicht nur in rotes Licht, sondern es entwickelte auch eine beachtliche Hitze.
Viel Wasser, aber auch Bier und Schorle, wurde ausgeschenkt, es gab Steaks und Würstl vom Grill, Käse, Crepes und Süßigkeiten. An der Feier nahm auch Markus Neft, der Sekretär des Kolping-Diözesanverbandes Regensburg, teil. Er lobte das Engagement von Schierlings KF, die im Bezirk Regensburg die meisten Mitglieder hat.
Bericht und Bild: Fritz Wallner
