Zeichen der Hoffnung und Klarheit entzündet

Eine eindrucksvolle Feier erlebten die über 200 Besucher am Freitagabend auf dem Gipfel des Silberberges beim Johannesfeuer, das die Kolpingsfamilie schon seit 1959 ausrichtet. Es herrschte andächtige Stille, als Pfarrer und Präses Alexander Kohl darauf hinwies, dass in der Zeit der längsten Tage des Jahres dieses Feuer als Zeichen der Hoffnung und Klarheit entzündet wird – gegen Dunkelheit, Gleichgültigkeit und Angst.

Die Feier wurde von Hansi und Johannes Kuchl mit getragenen Weisen stimmungsvoll umrahmt, Am Anfang begrüßte Tobias Krenn, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, die Anwesenden mit dem Bergmannsgruß Glück auf sehr herzlich. “Eine Tradition, ein Werk von Gemeinschaft und Zusammenhalt ist diese Veranstaltung. Zusammenhalt, der in unserer Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich ist. So bin ich froh und dankbar, dass es diesen Zusammenhalt bei uns immer noch gibt.“

Der Vorsitzende dankte dem Team des Silberberges für die Unterstützung und für die anschließende Bewirtung, den Helfern um Walter Geiger, die das Holz gesammelt und aufgerichtet haben, seinem Vorgänger Sepp Weikl, der das Holz mit Bulldog und Rückewagen zum Gipfel brachte und den Bayerischen Staatsforsten für die Holzspende, Zuletzt dankte Krenn besonders Franz Weikl sen., der mit Radlader, Stampfer und Rüttelplatte unter Mithilfe der Gruppe 60+ den Weg zum Gipfel wieder instandgesetzt hatte.

“Lassen wir dieses Feuer heute brennen als Zeichen der Gemeinschaft, als Zeichen unseres christlichen Glaubens und als Zeichen für den Frieden, den unsere Welt so dringend braucht“, sagte der Vorsitzende abschließend. Die Lesung und die Fürbitten wurden von Tobias Krenn vorgetragen. Nach einem gemeinsamen Vaterunser segnete Pfarrer Kohl das von Sepp Weikl und Christian Artinger entzündete Feuer. Schnell fand das Feuer genügend Nahrung in dem trockenen Holz.

Es war ein schönes Schauspiel, das sich den Leuten bot, da die Funken nur so in den Himmel stoben. Mit Fackeln, die vom Markt Bodenmais gestiftet wurden, zogen die die Teilnehmer zur Grubenschänke und kehrten gemütlich ein. Das Johannesfeuer am Silberberg ist nicht nur ein traditionelles Ereignis, sondern auch ein Zeichen für die Verbundenheit und das Engagement der Gemeinschaft. Die Kolpingsfamilie Bodenmais freut sich bereits auf das nächste Jahr, um dieses schöne Brauchtum fortzuführen.