Pilgern für Menschen mit Verlusterfahrungen

„Wir verstehen unser Angebot als spirituelles Angebot mit Impulsen für Ihren Lebensweg. Deshalb sollten Sie neben der körperlichen Kondition für die Tagesetappen auch die Bereitschaft zum Gespräch und Austausch mitbringen.

Durchgängig sind die Tage von spirituellen Elementen am Morgen und Abend geprägt, sowie von jeweils passenden Impulsen am Weg, auf dem wir auch täglich ei ne Wegstrecke schweigend gehen”, so stand es in der Ausschreibung für einer
Pilgertour von Schwabach nach Gunzenhausen.

Mit Thomas van Vugt und Claudia Schäble standen zwei kompetente Pilgerwegbegleiter zur Verfügung. “Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht.” Mit dieser Überzeugung Vaclav Havels machten sich acht Pilger:innen und ihre zwei Pilgerbegleiter auf den Weg zu einer dreitägigen Pilgerreise.

Zu dieser Pilgereise auf dem Jakobsweg sind alle eingeladen, die sich mit Verlusten im Leben und Trauererfahrungen auseinandersetzen wollten. Die kleine Pilgergruppe wollte sich vom Weg, dem Unterwegssein in der Natur, dem Miteinander und von Impulsen inspirieren lassen.

Naturerfahrung, Spiritualität und die Offenheit, Erfahrungen mit Verlusten im Leben und mit eigenen Trauerprozessen anzusprechen, konnten in einem vertrauensvollen Umfeld Möglichkeiten zum Austausch und Gelegenheiten zu Reflexion und Besinnung eröffnen.

Die Etappen beschäftigen sich mit verschiedenen Themen wie „Verluste spüren“, „Trauern dürfen“ und „Hoffnung haben“. Ermutigt und hoffnungsvoll kehrten die Pilger nach den drei Tagen wieder zurück in ihren Alltag.