Übergänge

 

Liebe Kolpinggeschwister,

wir sind wieder in ein neues Monat gekommen. Der Jahreswechsel, der von vielen mit einem Feuerwerk begrüßt wurde, liegt jetzt schon einige Zeit zurück. So bringt uns der Februar eine Zeit des Umbruchs. Wir merken ganz besonders, dass die Tage länger werden. Das Dunkel wird immer mehr durch das Licht ersetzt, die Wärme greift immer mehr um sich.

Auch in der Liturgie der Kirche werden in diesem Monat zwei besondere Tage gefeiert. So werden an Maria Lichtmess die Kerzen gesegnet, die Licht in unsere Kirchen, auf unsere Gräber und in unsere Wohnungen bringen. Jesus Christus das Licht soll unsere Herzen durchleuchten, damit unser Leben hell werden kann.

Das Licht steht auch an Blasius im Mittelpunkt. Mit zwei gekreuzten Kerzen soll uns der Blasiussegen davor bewahren, dass wir vor Halskrankheiten und allem Bösen bewahrt werden. So geht die Legende zurück auf Bischof Blasius, der einem Mädchen, die an einer Fischgräte zu ersticken drohte, mit dem Segen geholfen hat.

Die Wahrscheinlichkeit an einer Gräte zu ersticken, ist sicherlich sehr gering. Aber Gottes Segen möge uns in unserem Leben bewahren, dass das Böse Macht über uns gewinnen kann. Es ist immer gut, wenn wir uns unter den Segen Gottes stellen.

Ein weiterer Übergang vollzieht sich im Februar. Wir lassen den Fasching hinter uns und treten ein in die vierzig Tage der Fastenzeit. Jubel, Trubel, Heiterkeit bestimmt die närrischen Tage. Aber an Aschermittwoch sollen wir uns in der österlichen Bußzeit vorbereiten auf das Osterfest.

Diese Tage können unserem Leben wieder mal eine neue Richtung geben. Wir richten unser Leben darauf, was der Sinn unseres Leben sein kann. Das Fasten kann uns unterstützen, was das Zentrale unseres Lebens ist. Zum Fasten gehört aber auch, dass wir unsere Beziehung zu Gott wieder ins Gebet mit hereinnehmen.

Nehmen wir uns Zeit, dass wir unser Gebetsleben wieder neu in den Blick nehmen, so von Gott Kraft und Hilfe für unser Leben zu bekommen.

Mögen die Tage der Fastenzeit durch Jesus Christus gesegnet sein.

Dies wünscht Euch
Euer Karl-Dieter Schmidt, Diözesanpräses