Kolping: Gemeinschaft, Bildung, Frohsinn

 

Die Schierlinger Kolpingsfamilie (KF) lebt die Gemeinschaft und selbst Kolping-Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt staunte darüber, dass 165 Mitglieder der Schierlinger KF am Familienbildungswochenende im Kolping-Ferienhotel Lambach im Bayerischen Wald teilnahmen.

Beim Gottesdienst betonte er die Wichtigkeit der Gemeinschaft und griff das Motto des weltweiten Kolping-Jubiläums „Schwarz-orange-bunt: zusammen sind wir Kolping“ auf. Im Bildungsteil ging es um den Erhalt der Demokratie und der christlichen Werte.

„Es ist selten, dass die Kapelle so voll ist wie heute“, sagte der Diözesanpräses zu Beginn des Gottesdienstes. Er legte die Seligpreisungen aus der Bergpredigt aus und nannte diese einen wichtigen Grund, dass es sich lohnt, Jesus nachzufolgen. Besonders widmete er sich der Stelle: „Selig die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“

Er bat darum, den Frieden auch im Alltag zu leben und diesen Wunsch auch an die Mitmenschen weiterzutragen. Kinder trugen Fürbitten vor, die Kolping-Combo mit Rudi Feigl, Doris Bachmeier, Adolf Roßmeier, Renate Friedrich und Nadine Daller gestaltete die Eucharistiefeier musikalisch mit.

Der Samstag hatte mit einer morgendlichen Meditation begonnen, die Katharina Berger und Hanna Daller vorbereitet und geleitet haben, und an der auch Pfarrer Bernhard Pastötter teilnahm. Zum Bildungsprogramm teilte sich die große Gruppe. Die Kindergartenkinder wurden von Luka Diermeier, Lea Blüml, Nina Seebauer und Julia Rohrmayer begleitet.

Mit den Grundschülern gestalteten Kati Berger, Hanna Daller, Magdalena Müller Annalena Gaaß und Isabella Wallner das Programm und die größeren Kinder trafen sich mit Nadine Daller. Die Jugendlichen und Erwachsenen hörten einen Vortrag von Ludwig Rechenmacher vom Diözesanvorstand des Kolpingwerkes.

Es ging um die Frage, wie Kolping zur Demokratie und den christlichen Werten steht. Der Bezug zu den christlichen Werten ist nach Rechenmacher„ der Anker, der uns hält“. Die Nächstenliebe kenne keine Kompromisse, so der Referent. Die Demokratie sei zwar keine einfache Staatsform, doch sie sei in Deutschland so ausgebildet, dass man gut in ihr leben kann.

Bei den anstehenden Kommunalwahlen sei die Kolpingsfamilie vor Ort gefordert. „Wir können mitwirken“, so die Botschaft Rechenmachers. Und die Demokratiebildung sei „angewandte Heimatpflege“. Als ein großes Problem sah Rechenmacher das Aufkommen von „Fake News“, also von unwahren Informationen und Behauptungen als ein großes Problem dieser Zeit und auf allen Ebenen.

Auch zwischen 1928 und 1933 sei dieses Handeln weit verbreitet gewesen und die Folgen daraus seien die schlimmsten, die Deutschland je erlebt hat. Er sprach sich für ein politisches Kolping-Selbstbewusstsein aus, das den Dialog sucht, und wirklich Fakten diskutiert.

Am Abend wurde in der Turnhalle ein lustiger Faschingsabend gefeiert, der von Evi Reinl weitgehend organisiert und moderiert wurde. Generationsübergreifend betätigten sich die Kinder und Jugendlichen mit viel Tanz und Musik als Animateure.

Evi Reinl ordnete das Wochenende nach dem Mittagessen am Sonntag als „super-schön“ ein. Sie zeichnete die erfolgreichen Teilnehmer am Watterturnier vom Freitagabend aus. Es siegten Lena und Philipp Lederer vor dem Gespann Stefan Hüttner/Florian Kabl und Uli Wallner/Christoph Rohrmayer.

Kolping-Vorsitzende Doris Bachmeier lud zur Generalversammlung am 14. März ein, bei der auch der Vorstand neu gewählt wird, Der stellvertretende Vorsitzende Rudi Feigl informierte über die im nächsten Jahr geplanten Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der KF.

Bericht und Bild: Fritz Wallner